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Terry Riley

Der amerikanische Pianist und Komponist Terry Riley wurde am 24.06.1935 in Colfax, Kalifornien geboren.

Mit seinen aus der asiatischen und afrikanischen Trancemusik adaptierten „mikropolyphonen“ Strukturen gilt er als Mitbegründer der sogenannte Minimal Music

Er studierte Komposition an der University of California in Berkeley bei Seymour Shifrin und William Denney sowie an der Francisco University bei Robert Erickson.

1962 ging Riley für zwei Jahre nach Europa, wo er unter anderem in den Aufnahmestudios von ORTF in Paris arbeitete und mit synchronisierten Bandschleifen experimentierte. Verstärkte Auseinandersetzungen mit Grundstrukturen des Jazz (zum Beispiel mit Chet Baker) ließen zu dieser Zeit die Idee einer Musik auf der Basis repetitiver Grundmuster reifen.

1964 entstand die Partitur von In C. Die erste Aufführung in San Francisco mit Musikern wie John Gibson, Morton Subotnick, Pauline Oliveros und Steve gilt als Geburtsstunde des musikalischen »Minimalismus«.

Anfang der 1970er Jahre studierte er indischen Gesang bei Pandit Pran Nath und lehrte viele Jahre klassische indische Musik am Mills College in Oakland.

Die aus einer mehrjährigen Unterweisung gewonnenen Erfahrungen beeinflussten stark den weiteren Weg Rileys; Improvisation auf komplexen rhythmischen Grundmustern verdrängen kompositorische Ausarbeitungen. Experimente mit naturtönig-»rein« gestimmten Tasteninstrumenten traten hinzu, wobei das freie Spiel, freilich quasi-modalen Grundstrukturen gehorchend, stets vorwaltet.

Als renommierter Pianist, Sänger und Improvisator trat Riley auch weltweit als Solokünstler auf. Im Laufe seiner Karriere arbeitete er so mit den unterschiedlichsten Künstlern zusammen. Riley wurde vielfach ausgezeichnet, z. B. für seine Werke für das Kronos Quartet.

www.terryriley.net