Sarah Nemtsov

Sarah Nemtsov wurde 1980 in Oldenburg geboren. Sie studierte Komposition in Hannover und Berlin bei Nigel Osborne, Johannes Schöllhorn und Walter Zimmermann (Meisterschülerexamen mit Auszeichnung). Außerdem absolvierte sie ein Oboen-Studium bei Klaus Becker und Burkhard Glaetzner. Sie erhielt zahlreiche Preise, darunter 2012 den Deutschen Musikautorenpreis der GEMA und 2013 den Busoni-Kompositionspreis der Akademie der Künste Berlin, sowie Stipendien der villa Serpentara / Italien, der Studienstiftung des deutschen Volkes u.a.

Sie arbeitet mit namhaften Ensembles zusammen (Ensemble Adapter, ensemble mosaik, Neue Vocalsolisten Stuttgart, ensemble recherche, Ensemblekollektiv Berlin, Ensemble InterContemporain, Ensemble Accroche note, l'instant donné, Mivos Quartett, Enseble Vortex, Garage, Asasello Quartett, Ensemble moto perpetuo New York, Staatstheater Erfurt u.a.) und ihre Werke werden bei international renommierten Festivals aufgeführt (Donaueschinger Musiktage, Ultraschall, MaerzMusik Berlin, Darmstädter Ferienkurse für Neue Musik, ISCM World New Music Festival, Festival Musica, Holland Festival, Wien Modern, Klangspuren Schwaz, FRUM Island, Bregenzer Festspiele, Israel Festival oder SPOR Dänemark). Ihre Kammeroper „Herzland“ (2005) wurde 2011 in einer Neuinstrumentierung an der Bayerischen Staatsoper präsentiert. Ihre abendfüllende Oper „L’ABSENCE“ (2006-2008) nach dem „Buch der Fragen“ von Edmond Jabès wurde 2012 bei der Münchener Biennale uraufgeführt.

2013 erschien eine Portrait-CD in der Reihe Edition Zeitgenössische Musik des Deutschen Musikrats (WERGO). 2014 unterrichtete sie Komposition an der Hochschule für Musik Köln und war als Komponistin für „Erfurts Neue Noten“ über die Spielzeit 2014/2015 mit Werken in drei Sinfoniekonzerten des Philharmonischen Orchesters Erfurt vertreten. Derzeit komponiert sie eine große Oper für das Theater Halle (Premiere 2017).

Mehrere ihrer Werke sind bei Peer Music Classical (Hamburg) verlegt.

Sarah Nemtsovs Musik ist häufig von der Auseinandersetzung mit Literatur und anderen Künsten geprägt, auch die Geschichte wie auch die politische Gegenwart sind für ihr Werk wichtig. Immer wieder versucht sie, die Schwelle zwischen Konzert und Musiktheater auszuloten. Urbanität, Gleichzeitigkeit und chaotische Formen von Kammermusik beschäftigen sie in ihren neuesten Kompositionen, in denen auch Elektronik eine Rolle spielt.

www.sarah-nemtsov.de