Claus-Steffen Mahnkopf

Claus-Steffen Mahnkopf, geboren 1962 in Mannheim, studierte Musikwissenschaft, Philosophie und Soziologie an den Universitären Heidelberg, Freiburg und Frankfurt am Main. 1984-87 Kompositionsstudium bei Brian Ferneyhough; 1987-92 bei Klaus Huber und Emmanuel Nunes (Komposition) Peter Förtig (Musiktheorie) und Klavier (James Avery) in Freiburg. Philosophieexamen 1989 bei Jürgen Habermas, Soziologieexamen bei Ludwig von Friedeburg. 1992 Abschluß in Komposition und Musiktheorie, 1993 Promotioner zum Dr. phil. mit einer Arbeit über Arnold Schönberg. Seither Arbeit nicht nur als Komponist, sondern auch an philosophischen, musikästhetischen und kulturpolitischen Projekten, vor allem im Zusammenhang mit der von ihm gegründeten Zeitschrift Musik & Ästhetik. Zahlreiche Schriften und Bücher (darunter Kritische Theorie der Musik, Die Humanität der Musik. Essays aus dem 21. Jahrhundert, Deutschland oder Jerusalem. Das kurze Leben der Francesa Albertini, Von der messianischen Freiheit. Weltgesellschaft – Kunst – Musik). Herausgeber der Buchreihe New Music and Aesthetics in the 21st Century. Zahlreichen Auszeichnungen und Förderpreisen, darunter der Gaudeamus-Prize (1990 für Interpénétrations), der 1. Preis beim Stuttgarter Förderwettbewerb (1993 für Medusa), der Siemens-Förderpreis (1998) sowie Stipendien der Kunststiftung Baden-Württemberg, der Länder Hessen und Niedersachsen, der Stadt Baden-Baden und der Heinrich-Strobel-Stiftung des SWR. 1998/99 Studienaufenthalt an der Villa Massimo in Rom. 1988-1994 Dozent bei den Darmstädter Ferienkursen, 1990-1996 und 2002/2003 unterrichtete er an der Universität und an der Musikhochschule Freiburg, seit 2003 an der Musikhochschule Leipzig. Seit 2005 dort Professor für Komposition. Internationale Meisterkurse. Aufführungen weltweit. CD-Edition bei NEOS seit 2011. Zu seinen wichtigsten Werken zählen Rhizom, Medusa, Kammerzyklus, Angelus Novus, Hommage à György Kurtág, Hommage à Daniel Libeskind, Hommage à Thomas Pynchon, Prospero's Epilogue, humanized void, Dritte Kammersymphonie, void – un delitto italiano. Sein kompositorisches Werk ist bei Sikorski, Hamburg verlegt.

Informationen: www.claussteffenmahnkopf.de.