photo: Lenke Szilágyi

György Kurtág

György Kurtág wurde 1926 in in Lugos in Rumänien geboren.

1946 siedelte er nach Budapest über und studierte Komposition bei Sándor Veress und Fenc Farkas, Klavier bei Pál Kadosa und Kammermusik bie Leó Weiner.

1957-1958 hielt sich Kurtág in Paris auf, wo er Kompositionskurse bei Darius Milhaud und Olivier Messiaen besuchte. Die Begegnung mit der Psychologin Marianne Stein aber war für seine kompositorische Entwicklung von entscheidender Bedeutung.

1971 lebte Kurtág ein Jahr in Berlin, 1993 war er für zwei Jahre „Composer in residence“ bie den Berliner Philharmonikern. Darauf folgten ein- und zweijährige Aufenthalte in Wien, Den Haag und Paris.

Im Jahr 1998 erhielt er den Preis der Ernst von Siemens Musikstiftung, 2001 den Friedrich-Hölderlin-Preis der Stadt Tübingen, 2009 den Goldenen Löwen der Biennale von Venedig für sein Lebenswerk im Rahmen des 53. Internationelen Festivals für zeitgenössische Musik.

Im Dezember 2013 wurde Kurtág die Royal Philharmonic Society Gold Medal in London verliehen.

György Kurtág gilt heute neben György Ligeti als der bedeutendste ungarische Komponist nach 1945. Während Ligeti aber Ungarn nach dem Aufstand 1956 verließ und in Westeuropa schnell zu einem gefeierten Komponisten wurde, blieb Kurtág zunächst in Budapest und unterrichtete 1967 bis 1993 an der dortigen Franz-Liszt-Musikakademie Klavier und Kammermusik. So blieb er lange als Komponist nur ein „Geheimtipp“ unter Eingeweihten. Erst Mitte der 1970er Jahre begann seine Musik umfassender in Westeuropa bekannt zu werden. Heute werden seine Werke weltweit aufgeführt und liegen in diversen CD-Aufnahmen vor.