Powerwalk - Nahmer, Peter Michael von der

 

Titel

Powerwalk

Komposition

Nahmer, Peter Michael von der

Besetzung

for string quintet, string orchestra and piano

detaillierte Besetzung

Streichquintett (2 Violinen, Viola, Violoncello, Kontrabass), Streichorchester (2 Violinen, Viola, Violoncello, Kontrabass), Klavier

Dauer

ca. 6 Minuten

Schwierigkeitsgrad

* heterogen

Schlagwörter

Minimal

 

KOMMENTAR

Kurzbeschreibung

„Powerwalk“ ist ein rhythmisch sehr prägnantes Stück mit einem klaren,  energiegeladenen Spannungsbogen aus minimalistischen Patterns, melodischen Wiederholungen und kreisenden Harmonien. Die SolistInnen und das Orchester schreiten im strengen, lebendigen Puls immer weiter fort und entfalten spielerische Tanzmotive und melancholisch-träumerische Linien bis zum gewaltigen Schluss – einschließlich Fußstampfen!

Notation

traditionell

Anforderungen

  • Die Solo-Streicherstimmen sind bis auf wenige virtuose Einschübe spieltechnisch zwar nur etwas komplexer als die Tutti-Stimmen, erfordern aber durch die Gegenüberstellung mit dem ganzen Orchester deutlich mehr Spielsicherheit und Energie (Schwierigkeitsgrad 4).
  • Die Tutti-Stimmen können mit wenigen Ausnahmen in der ersten Lage gespielt werden (Schwierigkeitsgrad 3).
  • Vereinzelte ungewöhnliche Spielarten in den Solo- und Tutti-Streichern wie Pizzicati hinter dem Steg und „col legno battuto“, wo die Saiten mit der Bogenstange geschlagen werden, sind in der Partitur eindeutig gekennzeichnet und können ohne Vorkenntnisse relativ schnell erlernt werden. Ansonsten werden ausschließlich traditionelle Spieltechniken eingesetzt.
  • Das Orchester agiert fast ausschließlich im Tutti, es gibt keine kontrapunktischen Einsätze. Das Zusammenspiel basiert weitgehend auf dem starken rhythmischen Gefühl der Gruppe.
  • Ein stabiler, durchgehender Achtelpuls prägt die Struktur des ganzen Stückes. Die Klavierstimme ist der rhythmische Motor, dem sich die restlichen Stimmen anschließen.
  • Die Herausforderung besteht darin, die rhythmische Stabilität und Energie in den verschiedenen Spielarten (legato, staccato, pizzicato, col legno) nicht zu verlieren.
  • Eine weitere Herausforderung sind die zusammengesetzten Taktarten und die ständigen Taktartwechsel (4/4, 3/8, 7/8, 5/4). Nicht nur bei den häufigen synkopischen Figuren, sondern auch bei langen Tönen erfordern sie Aufmerksamkeit und guten Kontakt mit der/dem DirigentIn, um das innere Pulsgefühl beizubehalten.
  • Die Dynamik des Stückes ist abwechslungsreich, aber nicht komplex. Es gibt bei Phrasen- und Patternwechseln zahlreiche Kontraste, die den Charakter der verschiedenen Formteile prägen.
  • Wichtig ist ferner die Balance zwischen dem Klavier, der Solo-Gruppe und dem Orchester, sowohl im leisen als auch im lauten Bereich.

Didaktische Hinweise und Empfehlungen

 

  • Das Werk soll mit DirigentIn einstudiert und aufgeführt werden.
  • Das Stück eignet sich für Musikschul- oder Laienorchester auch ohne besondere Vorerfahrung mit zeitgenössischer Musik.
  • Die Solo-Partien sollten von fortgeschrittenen MusikerInnen übernommen werden, die nicht nur spielsicher sind, sondern auch bereit, das ganze Orchester „energetisch“ zu führen.
  • Der Komponist schlägt vor, das Solo-Streichquintett dezent zu verstärken, um die verschiedenen Klänge (col legno, pizzicato, usw.) so deutlich wie möglich hören zu können. Das Stück kann jedoch auch ohne Verstärkung aufgeführt werden.
  • Die Mindestbesetzung des Orchesters ist: 4 Violinen I, 4 Violinen II, 4 Bratschen, 4 Violoncelli und 3 Kontrabässe. Bei größeren Besetzungen sind die rhythmische Energie, die allgemeine Wirkung und auch der Spaßfaktor für die MusikerInnen stärker, die Einstudierung wird somit auch leichter.
  • Dieses Werk ist eine gute Übung für Taktartwechsel und zusammengesetzte Taktarten und kann an manchen Stellen an Komponisten wie Igor Strawinsky oder Béla Bartók erinnern.
  • Den/die PianistIn fordert es heraus, ein Gefühl für das Zusammenspiel mit dem Orchester (mit DirigentIn) zu entwickeln: Tempo stabil halten auch bei Tempo- oder Taktartwechseln, ungewünschtes rubato vermeiden, Anpassung der Lautstärke an das Tutti, usw.
  • Beim Bühnenaufbau sollte auf guten Blickkontakt der Pianistin/des Pianisten mit dem/der DirigentIn geachtet werden.
  • Es lohnt sich, eine erste Probe nur mit den Solo-Streichern und dem Klavier zu machen, um die nötige rhythmische Sicherheit zu gewinnen, die später auf das ganze Orchester übertragen werden soll.
  • „Powerwalk“ ist ein sehr wirkungsvolles Stück, das sich für jedes Konzertprogramm und für jedes Publikum eignet. Eine Kombination mit Werken z.B. der klassischen Moderne (Strawinsky, Bartók, Hindemith) oder sogar mit Filmmusik-Arrangements o.ä. würde sich besonders gut eignen.

 

 

Kontakt

Erhältlich beim Komponisten (pm(at)petermichaelvondernahmer.com)