Déjà-vu #1 - Dossena, Pietro

Titel

Déjà-vu #1

Komposition

Dossena, Pietro

Besetzung

for percussion ensemble

detaillierte Besetzung

5 Percussionist*innen:

Snare Drums, Becken, Triangel, Tom-Toms, Tenor Drum, Tamtam, Wood-Blocks, Bass Drum, Föhn

Dauer

ca. 4 Minuten

Schwierigkeitsgrad 3 mittel
Schlagwörter Alltagsgegenstände, Improvisation, theatralische Elemente/Musiktheater

 

KOMMENTAR

Kurzbeschreibung

Pulsierende, treibende Grooves umrahmen mysteriöse Klangflächen:  Trotz eines sehr überschaubaren Instrumentariums ist „Déjà-vu # 1“ ein äußerst farbiges und abwechslungsreiches Klangereignis. Ein theatralischer Überraschungseffekt bringt das Werk zu einem reizvollen Schluss.

Notation

Traditionell

Anforderungen

  • Das Stück besteht aus drei kontrastierenden, ineinanderfließenden Sätzen mit einer relativ eingeschränkten rhythmischen Bandbreite.
  • Eine besondere Farbe wird durch den Einsatz eines umgedrehten, auf der Pauke liegenden Beckens erzeugt -  eine in der neuen Musik relativ übliche Spieltechnik.
  • Der langsame zweite Satz, bei dem Klangflächen vorherrschen, enthält kurze Elemente freier Improvisation.
  • Eine einfallsreiche Stock-/ Mallet-Auswahl verleiht dem Werk reizvolle Farben. Alle benötigten Schlägel sind jeweils an den entsprechenden Stellen der Partitur angegeben.
  • Die dynamische Struktur des Stückes ist gut durchdacht, wobei man die Dynamik durch die Hervorhebung einzelner Stimmenverläufe selbst gestalten kann  (z.B. Takt 21; Woodblocks als Hauptstimme, Kleine Trommel als Nebenstimme).
  • Achtel-Ketten bestimmen das rhythmische Profil der beiden Außensätze. Für ein erfolgreiches Zusammenspiel ist eine absolute Sicherheit des Pulses im Ensemble wichtig. (Siehe didaktische Hinweise und Empfehlungen)
  • Trotz des relativ kleinen Instrumentariums wird dank unterschiedlichster Spieltechniken ein durchaus abwechslungsreiches Klangbild erreicht. Die Spieltechniken werden sehr klar und verständlich in der Partitur erläutert (z.B. Hi-Hat halb offen, um einen „rasselnden“ Klang zu erzeugen, Pedal-Glissando (Pauke), Jazz-Besen über das Fell ziehen, vom Rand des Fells bis zur Mitte spielen usw.).

Didaktische Hinweise und Empfehlungen

 

  • Die Instrumentation des Werkes ist sehr übersichtlich und entspricht dem üblichen Instrumentarium einer Schule/Musikschule. Außer einer Pauke werden keine großen Instrumente benötigt. Es sind keine Stabspiel-Instrumente besetzt.
  • Häufig werden ‚Alltagsgegenstände‘ bei Schlagwerk-Kompositionen eingesetzt. In diesem Fall spielt ein Haartrockner eine theatralisch und klanglich interessante Rolle.
  • Wo Jazz-Besen und Trommelstöcke gleichzeitig zum Einsatz kommen, besteht die Gefahr, dass die Besen-Passagen etwas überdeckt sein könnten. Diese Stellen sollten sorgfältig ausbalanciert werden.
  • Durch die relativ kurze Dauer (4‘30“) lässt sich das Stück gut für verschiedenste Konzertsituationen programmieren.
  • Ein gemeinsamer Achtelpuls ist wichtig! Ensembleleiter*innen sollten ausführliche rhythmische Vorbereitungsübungen einplanen. Als „Warm-Up“ könnten z.B. einfache achtel-basierte Übungen ausgedacht werden, die zu einer erhöhten Sicherheit im Zusammenspiel führen.
  • Die Takte 130 – 135 bestehen aus einfachen, aber sehr effektiven Polyrhythmen (4:3). An dieser Stelle ist es wichtig, die Stimmen zunächst getrennt zu proben (3 + 5 / 1,2 + 4). Wie bei den Achtelketten könnten einfache „4 gegen 3“-Übungen eingeplant werden (siehe oben).
  • Für Ensembles mit weniger Erfahrung wäre der Einsatz eines Dirigenten/einer Dirigentin sicher von Vorteil. Für erfahrene Spieler*innen ist dies nicht unbedingt notwendig.
  • Das Stück ist für Musikschulensembles verschiedener Erfahrungsniveaus gut geeignet.

 

Bezugsquelle

Erhältlich beim Komponisten (http://pietrodossena.com; pietro1210(at)gmail.com)