Vorahnungen der Seele - Busto Rodríguez, Enrique

Titel

Vorahnungen der Seele

Komposition

Busto Rodríguez, Enrique

Besetzung

für Klarinettensolisten und Ensemble

detaillierte Besetzung

Klarinette solo,

Flöte, Oboe, Klarinette, Fagott, Horn 1, Horn 2, Trompete 1, Trompete 2, Violine 1, Violine 2, Viola, Cello, Kontrabass,

Schlagzeug 1: angehängter Teller, Gong, Pauken, Triangel, Schlagzeug 2: große Trommel, Militärtrommel

Dauer

ca. 7 Minuten

Schwierigkeitsgrad

4 mittel-schwer

Schlagwörter

erweiterte Spieltechniken, Raummusik

 

KOMMENTAR

Kurzbeschreibung

Enrique Busto Rodríguez‘ „Vorahnungen der Seele“ ist ein kurzes, atmosphärisches Werk für eine/n sich im Raum bewegende/n Klarinettisten/Klarinettistin mit Orchester, das in großen spannungsvollen Bögen schwingt. Die künstlerische Grundidee ist von einer Gedichtzeile des spanischen Dichters Pedro Salinas hergeleitet.

Notation

Traditionell notiert.

Anforderungen

  • Metrisch ist das Werk sehr klar, übersichtlich gestaltet und wird mit einem klaren Dirigat gut zu realisieren sein.
  • Rhythmisch sind die einzelnen Stimmen mittelschwer und sehr gut lesbar (auf den ersten Blick etwas ungewohnt ist die Bezeichnung von Sextolen als Verhältnis 6:4).
  • Dynamisch wird von fast unhörbaren geräuschhaften Aktionen bis zum großen Orchestertutti alles ausgelotet.
  •  StreicherInnen: Es werden die „üblichen“ erweiterten Spieltechniken erwartet, wie beispielsweise Bartók -Pizzicato, col legno, sul ponticello usw.
  • BläserInnen: Flöten und Klarinetten müssen Flageolett-Töne beherrschen. Alle BläserInnen müssen Slaps und diverse geräuschhafte Aktionen (tonloses Spiel) anwenden können. Das bisbigliando Spiel (schneller Wechsel zu Alternativgriffen) wird von allen BläserInnen gefordert.
  • Der Soloklarinettenpart ist virtuos, doch gut spielbar. Virtuosität ist vor allem gefordert in den schnellen Übergängen von erweiterten zu traditionellen Spieltechniken (z.B. schneller Wechsel von tonlosem zu normalem Spiel). Es sind genau notierte Multiphonics zu erreichen, welche bei unterschiedlichen Klarinettentypen sicher einiges Probieren erfordern.

Didaktische Hinweise und Empfehlungen

  • In der Mitte des Werks geht der/die SoloklarinettistIn von einer Spielposition hinter dem Publikum nach vorne zum Orchester. Währenddessen spielt er/sie quasi eine Solokadenz aus drei sich stets wiederholenden Elementen. Hierbei ist eine große Präsenz des/der Solisten/Solistin nötig, damit die gewünschte Intensität und Raumwirkung gelingt.
  • Durch die räumlich entfernte Aufstellung zwischen SolistIn und Orchester zu Beginn des Werks ist eine gute Kommunikation zwischen SolistIn und DirigentIn zu gewährleisten (eventuell mit visueller Übertragung des Dirigats zum Solopart). Aus diesem Grund sind für das genaue Zusammenspiel zwischen SolistIn und Orchester unter ungünstigen akustischen Bedingungen eventuell Kompromisse nötig (vor oder hinter dem Dirigat zu spielen), damit für das Publikum eine logische Beziehung zwischen SolistIn und Orchester erlebbar wird.

Bezugsquelle

Erhältlich beim Komponisten (kikebusto(at)gmail.com)