Klangrätsel - ter Schiphorst, Iris

Titel

Klangrätsel

Komposition

ter Schiphorst, Iris

Besetzung

für Jugend- oder Laien-Streichorchester

detaillierte Besetzung

Violine I, Violine II, Viola, Violoncello, Kontrabass

Dauer

ca. 3 Minuten

Schwierigkeitsgrad

2 leicht

Schlagwörter

erweiterte Spieltechniken, Musiktheater, Vokaleinsatz

 

KOMMENTAR

Kurzbeschreibung

Die SpielerInnen werden in Iris ter Schiphorsts „Klangrätsel“ herausgefordert zu instrumentalen und (zum Teil gleichzeitig) gesprochenen/gesungenen musikalischen und/oder theatralischen Aktionen. Spannend wird sicher für die Zuhörerenden die Lokalisierung der meist tonlosen Aktionen auf dem Instrument und den dazugehörenden gleichzeitigen Vokalaktionen. Humorvolle, spannungsvolle und stimmungsvolle Augenblicke sind hier sicher zu erwarten und es wird ein Vergnügen sein, mit experimentierfreudigen Ensembles dieses Stück zu erarbeiten, zu spielen und zu erleben.

Notation

Notationstechnisch ist das Werk sehr übersichtlich und gut lesbar. Im Vorwort sind alle Spieltechniken deutlich erklärt, zudem enthält es sehr gut nachvollziehbar alle nötigen Hinweise für die Realisierung des Werks.

Anforderungen

  • Instrumentaltechnisch ist dieses Werk elementar.
  • Erweiterte Spieltechniken sind Grundlage des Werkes. Klassische Spieltechniken spielen kaum eine Rolle.
  • Vokaltechnisch erfordert das Werk einen mutigen Zugang zum experimentellen Umgang mit der Stimme und die Fähigkeit selbstbewusst außergewöhnliche und klar definierte Geräusche und abstrakte Silbenfolgen seriös mit der Stimme zu formen und auf der Bühne vor Publikum abrufbar zu halten.
  • Theatralisch fordert es Aktionen, die aus den „klassischen Bewegungen“ in der Handhabung des Instruments abgeleitet sind.
  • Metrisch ist das Werk einfach, übersichtlich und schnell erfassbar.
  • Rhythmisch gibt es klares, deutlich nachvollziehbares und sofort eingängiges Material.
  • Dynamisch fordert das Werk beim Gebrauch der Stimme Mut zu Extremen, sowie Feinheit und Farbigkeit in den leisen Passagen.
  • Für das Zusammenspiel ist ein gut eingespieltes Ensemble nötig bzw. ausreichend Probenzeit und ein/e DirigentIn mit guter Übersicht und klarer Zeichengebung (siehe didaktische Hinweise).

Didaktische Hinweise und Empfehlungen

  • Die Zielgruppen für dieses Stück sind Kinder- und Laienorchester. Auch Streicherklassen könnten sehr davon profitieren, sich damit zu beschäftigen.
  • Die Verwendung von sehr elementaren Aktionen am Instrument erlaubt, die Konzentration auf die Genauigkeit im Zusammenspiel in rhythmischer und dynamischer Hinsicht und somit ein Hauptaugenmerk auf die Ausdrucksfähigkeit der SpielerInnen durch die ebenfalls sehr elementaren (und daher leicht zugänglichen) Aktionen mit der Stimme zu lenken.
  • Erfahrungsgemäß erleichtern stimmliche und/oder theatralische Aktionen die Erarbeitung und die Koordination von komplexeren, sich ergänzenden, rhythmischen Mustern in Ensembles. Die ersten Proben sollten sich vermutlich der Notation der erweiterten Spieltechniken widmen. Da diese im ganzen Orchester gleich sind, kann das sehr gut auch mit dem gesamten Orchester ohne Stimmproben am Anfang geleistet werden.
  • Sehr gut wäre sicher, alle Aktionen immer in der Gruppe auszuführen, so dass auch weniger mutige SpielerInnen immer durch die Gruppe motiviert und aufgefangen sind.
  • Vorsicht ist bei einigen Aktionen mit dem Bogen (durch die Luft schlagen) angesagt, dass bei etwas wilderen Kindern und Jugendlichen nichts zu Bruch geht.
  • Intensiv den disziplinierten Umgang mit scheinbar spielerischem Material zu üben, wird wohl für manche Ausübende eine echte Herausforderung sein. Doch sowohl der klangliche Ausdruck, als auch der Eindruck beim Publikum wird sehr stark sein und kann daher als ein lohnendes Ziel für die investierte Arbeit in Aussicht gestellt werden.
  • Das Orchester ist bei diesem Stück sehr auf eine/n DirigentIn angewiesen, die bzw. der deutliche Einsätze und klare Impulse geben kann, sowie dynamisch und energetisch suggestiv zu agieren und zu motivieren versteht.

Kontakt   

www.iris-ter-schiphorst.de

Bezugsquelle

Erschienen bei Boosey & Hawkes.

Die Vorschau der Partiturausschnitte erfolgt mit freundlicher Genehmigung des Musikverlages Boosey & Hawkes Bote & Bock GmbH, Berlin.