Hymne an einen Berufsdemonstranten – Giesen, Malte

Titel

Hymne an einen Berufsdemonstranten

Komposition

Giesen, Malte

Besetzung

für 4 Gruppen à 4 Spieler

detaillierte Besetzung

Gruppe1: 3 Streichinstrumente (Violine, Viola, Violoncello, Kontrabass, Gitarre, etc. Alles, was mit einem Bogen bespielt werden kann ist möglich), 1 Harfe;

Gruppe 2: E-Gitarre, Keyboard mit Orgelklang(Jazz-Orgel oder Rock-Orgel mit Rotor), Klavier, Drumset;

Gruppe 3: Oboe, Saxofon (Alt oder Tenor), zwei weitere Bläser (Holz oder Blech);

Gruppe4: 4 Sprecher

Dauer

14 Minuten

Schwierigkeitsgrad

4 mittel-schwer

Schlagwörter

graphische Notation, Improvisation, Raummusik

 

KOMMENTAR

Kurzbeschreibung

Malte Giesens „Hymne an einen Berufsdemonstranten“ ist für 4 Gruppen á 4 SpielerInnen geschrieben. Die Gruppen sind zunächst im Raum verteilt und spielen in kurzen Abschnitten sehr unterschiedliches Material. Etwa in der Hälfte des Stückes kommt der/die DirigentIn nach vorn, das Ensemble vereint sich auf der Bühne und spielt nun gemeinsam. Die Idee ist es dabei, den Unterschied zwischen einem Aneinander-vorbei-reden und einem Konsens musikalisch erlebbar zu machen.

Notation

Größtenteils konventionell mit einigen graphischen Abschnitten.

Anforderungen

  • Die Besetzung der 4 Gruppen lautet wie folgt:

1.: 3 Streichinstrumente + Harfe

2.: E-Gitarre, Jazzorgel, Klavier und Drumset

3.: Oboe, Sax und zwei weitere Bläser (flexibel zu besetzen)

4.: 4 Sprecher

  • Im ersten Teil improvisieren die InstrumentalistInnen rhythmisch frei nach bestimmten Anweisungen und oder einem bestimmten Tonvorrat, lediglich der Schlagzeugpart hat eine genau ausnotierte Stimme. Die Musik besteht aus kurzen, meist zwischen 3 und 20 Sekunden langen Teilen, bei denen sich die einzelnen Gruppen abwechseln. Wichtig ist dabei die Reaktionsfähigkeit der MusikerInnen, die auf ein Zeichen sofort mit einer Musik beginnen müssen, die mit dem Vorangegangenen nichts zu tun hat.
  • Instrumentaltechnisch und rhythmisch ist das ganze Werk nicht allzu schwer; lediglich das Schlagzeug hat im zweiten Teil eine besonders anspruchsvolle Stimme bis hin zu einem Solo. Es ist daher empfehlenswert, diesen Part mit einem/einer sehr sicheren und routinierten SpielerIn zu besetzen.
  • Die SprecherInnen sprechen im ersten Teil einfach auf Zeichen einen Text. Im zweiten Teil haben sie rhythmisierte Geräusche von sich zu geben. Dies bedeutet, dass sie außer Notenkenntnissen zudem gewisse musikalische Fähigkeiten brauchen wie z.B. gemeinsam Sechzehntelfiguren zu zischen und Ähnliches.

Didaktische Hinweise und Empfehlungen

  • Ein beträchtlicher Teil der Vorbereitung der einzelnen MusikerInnen wird darin bestehen, das Improvisieren zu üben. Ein möglicher Weg dahin ist, sich mehrere Ausführungsmöglichkeiten für jeden Abschnitt zu erarbeiten. Bei manchen InstrumentalistInnen kann es nötig sein, ihnen die Scheu vor der Improvisation zu nehmen. Da diese Scheu sich in der Regel bald in Spaß am eigenen Erfinden verwandelt, genügt es in der Regel, solchen MusikerInnen etwas Zeit zu geben, um sich an das Neue zu gewöhnen.
  • Von Relevanz ist auch die Aufstellung und Bewegung im Raum, das sollte man bei den Proben nicht vergessen. Es ist wichtig, dass die einzelnen Gruppen den/die DirigentIn sehen können und dass die Wege, die jeder zu gehen hat, klar sind.
  • „Hymne an einen Berufsdemonstranten“ ist ein kurzweiliges Stück mit Rocksounds und viel Schlagzeug; deshalb für Musikschulkonzerte und ähnliches sehr gut geeignet.

Bezugsquelle

Erhältlich beim Komponisten (info(at)malte-giesen.de)