Hip Hop for Piano - Nahmer, Peter Michael von der

Titel

Hip Hop for Piano

Komposition

Nahmer, Peter Michael von der

detaillierte Besetzung

Klavier solo

Dauer

4'50"

Schwierigkeitsgrad

5 schwer

Schlagwörter

Vokaleinsatz (bei Instrumentalwerken)

 

KOMMENTAR

Kurzbeschreibung

Peter Michael von der Nahmers „Hip Hop for piano“ ist ein rhythmisch-virtuoses, wirkungsvolles Klavierstück, das die verschiedenen Rhythmus-, Klangfarben- und Vokal-Ebenen eines Hip Hop -Tracks nachahmt. Der/die PianistIn imitiert klanglich eine „Band“ oder einen „DJ“. Der Großteil des Stücks wird ausschließlich an den Tasten in allen Tonhöheregistern des Klaviers gespielt. Im langsameren Mittelteil des Stücks verleiht die zum Klavierspiel simultan eingesetzte Stimme (lange, gesungene Einzeltöne und einfache, rhythmische Zischlaute auf „sh“) dem Stück eine breite Farbpalette und ahmt u.a. das „Beatboxen“ nach.

Notation

Das gesamte Stück ist traditionell notiert. Meist werden drei Systeme verwendet für die verschiedenen Lagen auf dem Klavier bzw. für die Notation von Stimme/Klavier.

Anforderungen

  • Der/die PianistIn benötigt neben guter Partitur-Lesefähigkeit und hoher dynamischer Differenzierungsfähigkeit ein besonders gutes Rhythmusgefühl. Die meiste Zeit müssen drei rhythmische Ebenen gleichzeitig gelesen, erfasst und gespielt werden (hohe, mittlere und tiefe Lage bzw. Vokalstimme plus zwei Hände). Jede Ebene hat ihre eigene Dynamik, so dass auch einmal die rechte Hand im Diskant piano spielt, während die linke Hand in Bass und Mittellage gleichzeitig fff entgegensetzt.
  • Die Rhythmen sind nie komplizierter als Achtel/Sechzehntel. Dadurch aber, dass jede der drei Ebenen durch eine „vollgriffige“ eigene Stimme gebildet wird (oft Intervalle und Akkorde) und linear eigenständige Rhythmen verfolgt, benötigt der/die SpielerIn viel Erfahrung, um nicht aus dem Tritt zu geraten.
  • Die einzelnen Ebenen sind für sich gesehen mittelschwer.
  • Ob die mittlere Ebene mit der linken oder der rechten Hand gespielt wird, ergibt sich logisch aus dem Spielkontext.
  • Der/die PianistIn sollte in der Lage sein, eine None zu greifen.
  • Stimmliche Vorbildung ist nicht erforderlich. Es wird lediglich viermal ein langer Einzelton zusätzlich zum Klavierspiel gesungen. Mehrere Takte rhythmisch genau notierter Zischlaute auf „sh“ sind ebenfalls leicht zu erzeugen.
  • Eine Phrase besteht etwa aus schnellen Quint-Clustern, die in einem Rhythmus zwischen rechter und linker Hand beinahe über die ganze Klaviatur gespielt werden.
  • Der/Die PianistIn wird in manchen Passagen gewissermaßen zum „DJ“, der an seinen „turntables“ versiert und akrobatisch Rhythmen „ineinander mischt“. Die Virtuosität eines DJs am Plattenspieler wird durch die virtuose Spielweise am Klavier in allen Lagen nachgeahmt. Besondere genrespezifische Merkmale wie z.B. das „Scratchen“ kann man im Klaviersatz wiedererkennen. Die Stimme imitiert außerdem das „Beatboxen“.
  • Ein Flügel ist nicht zwingend notwendig.

Didaktische Hinweise und Empfehlungen

  • „Hip Hop for piano“ ist ein sehr virtuoses, publikumswirksames Stück, das sich sowohl für Wettbewerbe als auch als wirkungsvolle Zugabe eignet.
  • Für versierte jugendliche SpielerInnen ab ca. 16 Jahren ist es zudem eine interessante Möglichkeit, sich innerhalb der klassischen Klavierwelt einmal auf anderem Gebiet (Hip Hop) zu betätigen und Hintergrundinformationen einzuholen. Der Titel „Hip Hop for piano“ weist das Publikum bereits in die richtige Richtung und das Stück dürfte jedes Publikum (Laien wie Profis) positiv für sich einnehmen.
  • Ein/e junge/r SpielerIn benötigt sicherlich einige Monate, um das Stück fließend und in gefordertem Tempo einzuüben.
  • Empfehlung zum Üben: Die verschiedenen Stimmen/Ebenen getrennt voneinander einüben, um zunächst die „Einfachheit“ der einzeln gespielten Rhythmen zu verstehen. Dann zunächst zwei Rhythmen gleichzeitig üben, bevor dann zum Schluss alle Stimmen gleichzeitig gespielt/gesungen werden. Abschnittsweise üben!
  • Bekannte Hip Hop Tracks bei Youtube anhören/ansehen, um das Genre besser zu verstehen (z.B. Grandmaster Flash u.a.). Ähnlichkeiten der Tracks zu „Hip Hop for piano“ heraushören.

Bezugsquelle

Erhältlich beim Komponisten (pm(at)petermichaelvondernahmer.com)