Gouache - Halperin-Kaddari, Bnaya

Titel

Gouache

Komposition

Halperin-Kaddari, Bnaya

Besetzung

five pieces for piano

detaillierte Besetzung

Klavier solo (Flügel notwendig) und ein weiterer musikalischer Spieler (Companion)

Dauer

ca. 12 Min.

Schwierigkeitsgrad

* heterogen

Schlagwörter

Alltagsgegenstände, erweiterte Spieltechniken, graphische Notation, Musiktheater, Vokaleinsatz

 

KOMMENTAR

Kurzbeschreibung

Bnaya Halperin-Kaddaris „Gouache (Five Pieces for piano)“ ist ein Werk voller farbiger, verschiedenartiger und überraschender Klänge, die über das Spiel an den Tasten und im Innenraum des Flügels erzeugt werden und durch welche die Verbindung von Visuellem (“Gouache”) und Musik besonders stark erlebbar wird. Jedes der fünf Stücke hat dabei eine andere Grundklanglichkeit, die in den inspirierenden, poetischen Stücktiteln zum Ausdruck kommt: „The sun is breathing“, „The fish was once a girl“, „Snails’s Saliva“, „Mud“ und „Dip“.

Notation

Eine Mischung aus traditioneller und graphischer Notation. Alles ist exakt notiert. Nach Aneignen der Legende ist jede Aktion eindeutig zu verstehen. Die Legende ist in englischer Sprache verfasst, ist aber gut verständlich bei mittleren Englischkenntnissen.

Anforderungen

  • In diesem Werk kommen in einem einzigen Klavierwerk viele verschiedene moderne Spieltechniken und außergewöhnliche Klänge vor, z.B. das Innenraumspiel mit abgegriffenen Saiten/Obertönen, Pfeifen und Singen oder das Spiel mit Gegenständen (Lineal, Plastikdose, Münzen, Bleistift, Flummi).
  • Ein Stück sowohl für Profis, fortgeschrittene SchülerInnen der Oberstufe als auch für SchülerInnen der Mittelstufe
  • Innenraum-Spieltechniken: mittelschwer
    Rhythmus: mittelschwer
    Pianistisch an den Tasten: leicht bis mittelschwer
  • Es ist eine Körpergröße von mindestens ca. 145cm notwendig für das Innenraumspiel im Flügel. Deshalb ist es ungeeignet für jüngere Kinder.
  • Der „Companion“ hat in jedem der fünf Stücke nur einen ganz kurzen Auftritt von ca. 1 Takt, in dem er eine Aktion des/der PianistIn unterstützt. Der „Companion“ benötigt deshalb keine speziellen Instrumentenvorkenntnisse, da er nur sehr einfache perkussive Effekte erzeugen und theatralisch auf einfachem Niveau agieren muss. Die „Companion“-Stimme ist deshalb besonders geeignet für Nicht-InstrumentalistInnen oder auch für junge SpielerInnen, die nicht so viel üben oder noch nicht so weit sind, aber trotzdem in einem anspruchsvollen Werk mitspielen möchten.
  • Das Zusammenspiel zwischen SolistIn und „Companion“ ist leicht und nur ganz wenige Takte andauernd. Gerade der „Companion“ kann hier erste Zusammenspiel-Erfahrungen sammeln. Es sind nur wenige Proben der beiden SpielerInnen miteinander nötig.
  • Das Werk erfordert musiktheatralische Aktionen, wodurch das Erlernen und Erleben vieler verschiedener Aktionen, z.B. Augenkontakt, kleine theatralische Gesten, gemeinsames Pfeifen und Geräuschproduzieren im Innenraum u.a., zentral ist. Es gibt auch kurze theatralische Momente, in denen der „Companion“  nach längerer Wartezeit abrupt aufstehen muss, wenn er dran ist, so, als sei er gerade aufgewacht.

Didaktische Hinweise und Empfehlungen

  • Durch die Zusammensetzung aus SolistIn und dem nur in einigen wenigen Takten aktiven „Companion“ können zwei Jugendliche miteinander proben und musizieren, die nicht beide unbedingt InstrumentalistInnen sein müssen. Außerdem ist der/die SolistIn in einer etwaigen Konzert-bzw. Prüfungssituation nicht allein auf der Bühne. Die Kombination Profi/Laie ist ebenfalls möglich durch die SolistIn/Companion-Besetzung.
  • Für nicht-professionelle SpielerInnen ist ein/e LehrerIn für das Lesen der Partitur/Legende notwendig.
  • Pädagogisch ist das Werk sehr effektiv, da beide SpielerInnen die Möglichkeit des Erlernens/Ausübens erweiterter Spieltechniken erhalten.
  • Bei einem Konzert auf einem hochwertigen Konzertflügel in einem öffentlichen Saal muss vorher der Veranstalter gefragt werden, ob man an seinem Flügel mit Gegenständen im Innenraum spielen darf. Das ist sehr wichtig und kann ein Ausschlusskriterium sein je nach Veranstaltungsort.
  • Das Werk ist aber problemlos spielbar auf einem sehr alten, sehr schlechten Flügel, der sonst vielleicht gar nicht mehr benutzt wird.
  • Anlässe wären etwa:  Konzerte mit Bezug zur Kunst (in Galerien, Museen, Künstlerateliers) oder Konzerte, in denen etwas Besonderes gespielt werden kann/soll.
  • Das Werk ist sowohl für Profi- als auch Schülerkonzerte geeignet.

Bezugsquelle

Erhältlich beim Komponisten (www.bnayahalperinkaddari.com)