esboço de monumento – Nassif, Rafael

Titel

esboço de monumento

Komposition

Nassif, Rafael

Besetzung

para 17 sopros (e percussão opcional), for 17 winds (and optional percussion)

detaillierte Besetzung

Piccoloflöte/Flöte, Flöte 1, Flöte 2, Oboe/Sopransaxophon/Klarinette, Fagott/Baritonsaxophon/Posaune, Klarinette 1, Klarinette 2, Bassklarinette/Baritonsaxophon/Basssaxophon, Altsaxophon, Tenorsaxophon, Baritonsaxophon/Posaune/Bassklarinette, Trompete 1, Trompete 2, Horn/Trompete/Flügelhorn, Posaune, Euphonium/Posaune, Tuba, freihängendes Becken, große Trommel

Dauer

ca. 6-7 Minuten

Schwierigkeitsgrad

4 mittel-schwer

Schlagwörter

Konzeptmusik, Musiktheater

 

 

KOMMENTAR

Kurzbeschreibung

Rafael Nassifs „esboço de monumento“ ist ein konzeptuell gefärbtes Werk, in welchem 4 Orchestergruppen, vierteltönig gegeneinander verstimmt, mit durchgehend homophon gespielten, komplexen Akkorden in einem rhythmisch schwebenden Ablauf agieren. Das Ensemble sitzt dabei mit dem Rücken zum Publikum und bringt in einem abgedunkelten Raum, nur dunkelviolett/blau beleuchtet und damit ritualisierend inszeniert, das Werk gleichsam wie eine klingende archaische Skulptur theatralisch zur Wirkung

Notation

Traditionell notiert, übersichtliche Darstellung des übergeordneten Rhythmus für die Ensembleleitung.

Anforderungen

Die spieltechnischen Schwierigkeiten reduzieren sich hier auf genaueste dynamische Schattierungen und rhythmisch sehr präzises Zusammenspiel im Ensemble. Sehr kontrollierte Tongebung und Atemführung im Ensemble ist eine absolut entscheidende Voraussetzung zum Gelingen des Werks.

Flöte 1 und 2, sowie Alt- und Tenorsaxofon müssen als erweiterte Spieltechnik die Flatterzunge souverän beherrschen.

Didaktische Hinweise und Empfehlungen

  • Der Komponist gibt die Möglichkeit, die Instrumentation, wenn nötig (z.B. wenn die Instrumente im Ensemble fehlen) zu modifizieren und mit anderen Instrumenten derselben Lage zu ersetzen.
  • Für die Saxofone sind Dämpfer notwendig.
  • Auch können die anderen Holzblasinstrumente mit weichen Materialien gedämpft werden, um die gewünschte dunkle Grundfärbung des Werks zu erreichen.
  • Eine probentechnische Umgewöhnung stellt das „verstimmte“ Verhältnis  der Orchestergruppen 2/3/4 (Viertelton tiefer) zur Orchestergruppe 1 dar. Hier werden sich die Mitglieder des Ensembles hörtechnisch um- und eingewöhnen müssen.
  • Für die exakte Umsetzung der durchgehend homophonen Struktur ist das Arbeiten an der Kultur des genauesten Zusammenspiels im Ensemble unbedingte Voraussetzung.
  • Dazu gehört auch eine sehr exakte Zeichengebung der Ensembleleitung.
  • Die klanglichen Feinheiten, welche durch die genaue dynamische und klangfärbende Spielkultur jedes einzelnen Ensemblemitglieds erreicht werden sollen, können sicher nur in Einzelproben (mit jedem Spieler einzeln) befriedigend erarbeitet werden.
  • Das Werk hat eine klangliche Radikalität, die ein aufgeschlossenes Publikum erfordert.

Bezugsquelle

Erhältlich beim Komponisten (www.rafaelnassif.com)

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