EMOTIK - Gundermann, Karsten

Titel

EMOTIK

Komposition

Gundermann, Karsten

Besetzung

gemischter Chor

detaillierte Besetzung

SATB, Publikum

Dauer

ca. 8 Minuten

Schwierigkeitsgrad

1 elementar

Schlagwörter

graphische Notation, Klassenmusizieren / heterogene Gruppen, Konzeptmusik, Publikumsbeteiligung, Raummusik, theatralische Elemente / Musiktheater, Videoprojektion

 

KOMMENTAR

Kurzbeschreibung

Karsten Gundermanns „EMOTIK“ ist ein ausgesprochen originelles und humorvolles Werk, das neue Wege in der Notation und auch der Aufführungspraxis geht. Das Werk wird durch eine Videoprojektion gesteuert, in der an Emoticons angelehnte Zeichen die Klänge und Einsätze steuern. Das Publikum ist an der Aufführung mitbeteiligt, dadurch bietet das Werk ein außergewöhnliches Konzerterlebnis.

Notation

Videoprojektion von verschiedenfarbigen, teilweise bewegten Zeichen, die den einzelnen Chorstimmen zugeordnet sind und die die Stimmaktionen und Einsätze steuern.

Anforderungen

  • Das Werk besteht aus elementaren stimmlichen Aktionen, die sich sofort erschließen.
  • Es gibt keine exakt fixierten, sondern nur relative Tonhöhen. Rhythmisches Agieren wird im Video klar durch das Erscheinen der Zeichen angezeigt.
  • Technische und räumliche Voraussetzungen für gut sichtbare Projektionen (ausreichende Anzahl an Beamern und Leinwänden bzw. anderen geeigneten Projektionsflächen) für alle Mitglieder des Chores und das Publikum müssen gewährleistet sein.

Didaktische Hinweise und Empfehlungen

  • Das Stück lässt sich mit geringem Aufwand einstudieren.
  • Es empfiehlt sich, detaillierte Arbeit in die deutliche und farbige Umsetzung der einzelnen Elemente zu investieren. Da diese in allen Stimmen vorkommen, kann dies für alle Stimmen gleichzeitig erfolgen.
  • Teilweise erfolgen die Einsätze sehr schnell und ausdifferenziert, so dass die Reaktionsfähigkeit der Chormitglieder sehr gut in den Proben geschult werden muss.
  • Erst wenn der Chor das Werk mehrfach im Ganzen gesungen hat wird sich die nötige Sicherheit durch schnelle Reaktion auf dann immer Bekannteres einstellen.
  • Die Publikumsbeteiligung funktioniert problemlos, da alle Elemente dem Publikum im näheren Zusammenhang vom Chor vorgeführt werden. Die Beteiligung kann also spontan und ohne Probe erfolgen.
  • Eine Probe bzw. ein zweiter Durchgang scheint aber durchaus von Vorteil, wenn eine etwas perfektere Aufführung angestrebt wird.
  • Elementare vokale Ausdrucksformen werden in diesem Werk erarbeitet und in humorvoller spielerisch kreativer Art genutzt, daher lässt sich dieses Werk auch ausgezeichnet für das Klassenmusizieren oder für Laien, die keinerlei Chorerfahrung haben, einsetzen.
  • Der technische Aufwand für die Videoprojektionen kann je nach Größe des Saales und des Chores sowie der Aufstellung des Chores erheblich sein.
  • Die unterschiedlichen Stimmen können an unterschiedlichen Orten des Aufführungsraums platziert werden, was einen besonderen klanglichen Reiz ergeben wird. Es muss lediglich die technische Voraussetzung geschaffen werden, dass die Videoprojektion für alle Chormitglieder, die dann an den verschiedenen Orten stehen, gut sichtbar abläuft. Auch dem Publikum muss die Videoprojektion gut sichtbar präsentiert werden.

Bezugsquelle

Erhältlich beim Komponisten (KGUND(at)t-online.de)