© Alberto Novelli for Villa Massimo

Sven-Ingo Koch

Sven-Ingo Koch, geboren 1974 in Hagen, studierte Komposition, Computerkomposition, Klavierspiel und Musikwissenschaft an der Folkwang-Hochschule Essen, an der University of California San Diego und in Stanford; u.a. bei Nicolaus Huber, Roger Reynolds und Brian Ferneyhough, dessen Assistent er 2003 an der Stanford University war. Zutiefst geprägt durch den aus diesen Studien resultierenden, Kalifornien-Aufenthalt (1999-2003) und das Leben dort - ermöglicht durch Stipendien des DAAD und der Stanford University - wohnt Sven-Ingo Koch nun mit seiner Lebenspartnerin, der Komponistin Yasuko Yamaguchi, in Düsseldorf.

Große Orchester wie das Radio-Sinfonieorchester Stuttgart des SWR, das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und das Tokyo Symphony Orchestra führen seine Kompositionen auf, die regelmäßig auch von Ensembles wie der Musikfabrik, dem Klangforum Wien, dem Ensemble Modern, den Neuen Vocalsolisten, dem Ensemble Recherche, dem Ensemble Resonanz oder dem Auryn- und dem Vogler-Quartett interpretiert werden. Für das Ensemble Ascolta entstanden Musiken zu abstraktexperimentellen Filmen der 1920er Jahre von Walter Ruttmann mit wiederholten Ausstrahlungen im Fernsehen. Auf Empfehlung Gerhard Richters komponierte Sven-Ingo Koch 2010 eine Musik zu dessen Ausstellungseröffnung in Basel, demnächst erfolgt eine Zusammenarbeit mit dem Lyriker Jan Wagner.

Sven-Ingo Koch wurden neben den Stipendien des DAAD und der Stanford University auch die Stipendien der Heinrich-Strobel-Stiftung des SWR, des Künstlerhofes Schreyahn, von Schloss Solitude, der Konrad-Adenauer-Stiftung, der Casa Baldi und des Deutschen Studienzentrums Venedig  zugesprochen. Er war 2008 Gastkünstler am ZKM, lebte 2011 ein Jahr als Stipendiat der Villa Massimo in der „Ewigen Stadt“ und weilte 2014 mehrere Monate auf Einladung der Kunststiftung NRW in Istanbul. Ferner erhielt Sven-Ingo Koch u.a. den Folkwangpreis, den Stuttgarter Kompositionspreis, den Preis der Elisabeth-Schneider-Stiftung und den Düsseldorfer Musikförderpreis.

Seine Werke wurden z.B. von WDR, BR, SWR, der Münchener Biennale, der Expo2000, den Rencontres Musicales de Haute-Provence, der Akademie der Künste Berlin, dem Beethoven Haus Bonn, der Tonhalle Düsseldorf,der Kunststiftung NRW, der Ernst von Siemens Musikstiftung, den Neuen Vocalsolisten, dem Norwegian Arts Council, der Zeitfenster Biennale Alte Musik Berlin oder von arte in Auftrag gegeben.

Sven-Ingo Kochs Musik erklang bei Festivals wie musica viva, der Münchener Biennale, Eclat, Ultraschall, der Zeitfenster-Biennale Alter Musik (Berlin), dem MDR Musiksommer, den Dresdener Tagen für Neue Musik, den Kunstfestspielen Herrenhausen, dem Warschauer Herbst, musica nova (Helsinki), der Salzburger Biennale, der Lyon Biennale, der Gaudeamus Music Week (Amsterdam), dem Suntory Sommer Festival in Tokyo, dem Leicester International Music Festival, den Rencontres Musicales de Haute Provence, dem Festival Presences (Paris), den Kammermusiktagen Homburg, dem ARD Radiofestival und den Weltmusiktagen. 2009 erschien eine Portrait-CD von Sven-Ingo Koch in der Reihe Edition Zeitgenössische Musik [WERGO] des Deutschen Musikrates.

sveningo(at)hotmail.com

www.sven-ingo-koch.com

www.soundcloud.com/sven-ingo-koch